Verkleidung reparieren

Jeder der sein (Verkleidetes) Moped schonmal in die “Botanik” befördert hat weiß wie teuer Verkleidungsteile sein können. Dank ebay bekommt man einige Teile relativ günstig, (Heile) Frontverkleidungen sind allerdings auf dem Gebrauchtmarkt so gut wie nicht zu finden bzw. sehr teuer, da diese fast immer bei einem Sturz -egal ob links oder rechts- kaputt gehen.

Ich werde im folgenden beschreiben wie man(n) eine herkömmliche Verkleidung aus ABS-Kunststoff dauerhaft reparieren kann.

Als erstes ein Bild von meiner Gebrochen Verkleidung, wie zu sehen ist, fehlt ein ca. 20x6cm großes Stück und es sind einige Risse in der Verkleidung.

Leider habe ich es versäumt nach meinem Abflug alle herumliegenden Teile aufzusammeln, so das ich das fehlende Stück nachlaminieren muste.

Zuerst habe ich alle Risse mit Sekundenkleber geklebt und anschließend den Bereich um die Bruchstelle großflächig mit 40er Schmirgelpapier aufgeraut (Innen- und Außenseite).

Als nächstes mischt man Polyesterharz mit Härter (Herstellerangaben beachten) an und Pinselt den Bereich um die Bruchstelle großzügig ein. Jetzt legt man die erste Glasfasermatte drauf die man vorher so zurechtgeschnitten hat, das sie relativ weit überlappt und tupft sie mit dem Pinsel fest. Die Glasfasermatten müssen komplett mit dem Harz durchträngt sein! Je weiter die Matte überlapt und je mehr schichten man laminiert, desto stabiler wird die Stelle.

Die Bruchstelle wird mit passend zurechtgeschnittenen Glasfasermatten “aufgefüllt” solange bis die ursprüngliche Verkleidungsdicke wieder hergestellt ist.

Die Bruchstelle wird mit passend zurechtgeschnittenen Glasfasermatten “aufgefüllt” solange bis die ursprüngliche Verkleidungsdicke wieder hergestellt ist.

Nun wird eine überlappende Glasfasermatte von innen aufgebracht: Zum Schluß wird noch eine Lage Glasfaserflies großflachig über die gesamte Reperaturstelle laminiert.

Generell sollte man beim laminieren darauf achten möglichst sauber und exakt zu arbeiten und vorallem Lufteinschlüsse vermeiden. Nun schmiergelt man grobe unebenheiten mit 60er bis 120er Körnung glatt.

Anschließend wird die  Stelle mit Polyesterspachtel feingespachtelt und geschliffen. 120er Körnung bis zu guter letzt mit 400er Naß, so daß eine sehr glatte übergangslose Fläche entsteht..

.Zum Schluß wird lackiert, diese Arbeiten sollte man -wenn kein kein Kompressor etc. vorhanden- einem Fachbetrieb überlassen.

Die reparierte Stelle hält bei mir seit über 20tkm einwandfrei.

Viel Spaß beim Schrauben...